Ausgangslage

Patienten, die unter einer starken Sehbehinderung oder Erblindung leiden, finden vor allem in der Fläche nicht so leicht zu einer angemessenen augenärztlichen Versorgung. Neben dem erschwerten Zugang zur augenärztlichen Versorgung fehlt häufig auch eine Sozialberatung, in der die Betroffenen über verfügbare Hilfen und Hilfsmittel informiert werden.

Die Gründe für die unzureichende Versorgung von Sehbehinderten sind vielfältig: Praxen sind häufig nicht ortsnah und auch nicht barrierefrei. Augenärzte haben mit der Behandlung ihrer Patienten bereits oft ihr Zeitkontingent ausgeschöpft und die technischen Ausstattungen der Augenärzte sind oft nur auf das wirtschaftliche, ausreichende, notwendige und zweckmäßige Maß begrenzt. Somit können Patienten mit Sehbehinderungen gemäß der Definition der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft nicht ihrer Behinderung entsprechend behandelt und ergänzend beraten werden.